Berührende Osterfiir

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause führte der Familienträff der Pfarrei Einsiedeln am Karsamstag wieder einen grossen Osteranlass durch. Diesmal konnte man bereits am Karfreitag auf dem Klosterplatz persönliche Sorgen ans Kreuz nageln. Es wurde ein grosses, emotionales Fest.

«Chunsch au ad Osterfiir mit Spaghetti?», animierten sich die Erstkommunionkinder gegenseitig, als sie nach der Abendmahlfeier am Hohen Donnerstag Speisen wie das Charoset oder die Mazzen des Pessachmahls probieren und Traubensaft trinken durften. So trafen die letzten Anmeldungen ganz kurfristig ein. Diesmal lud der Familienträff der Pfarrei schon am Karfreitagnachmittag und Karsamstagmorgen ein, persönliche Sorgen an ein Kreuz zu nageln. Vor dem Pfarramtseingang auf dem Klosterplatz lag dafür ein grosses Holzkreuz bereit. Church to go war ebenfalls über den Platz gerollt, daher gab es in der bisigen Kälte des Samstags warmen Kaffee und Tee. Einheimische und Auswärtige, welche darüber im Pfarreiblatt gelesen hatten, nutzten die Gelegenheit und hämmerten ihre, in den verschiedensten Sprachen beschriebenen, schwarzen Zettel ans Kreuz.

Füsse waschen und über den Himmel philosophieren
Am Nachmittag des Karsamstags trafen die Familien ab 15.00 Uhr im Park des Hotels Allegro / SJBZ ein. Stationen des letzten Weges von Jesus waren bereitgestellt worden und man konnte mit allen Sinnen aktiv werden; über Fragen philosophieren, einander die Füsse waschen, Brot teilen u.v.m. Beim Sorgenkreuz wurden weitere Zettel angebracht, man konnte eine Familienosterkerze verzieren oder sich für einen Moment im Raum der Stille zum Gebet zurückziehen. Der Familienträff und einige Helferinnen hatten alles bereitgestellt – natürlich fehlte auch kein Zvieri.

Um 17 Uhr begann draussen im Park des Hotels Allegro die Osterfiir. P. Aaron segnete das Osterfeuer und entzündete zusammen mit Franziska Keller die Familienträffosterkerze. Mit dem Osterhalleluja trug man das Kreuz in die Kapelle, wo es als Zeichen der Hoffnung aufgestellt und damit all die Bitten und Anliegen Gott übergeben wurden.

Die Sprache der Musik kennt keine Barrieren
Eine ad hoc Band hatte sich nach langer Zeit endlich wieder einmal in der Kapelle formiert und gestaltete die Feier wunderschön mit. Nebst Michael Schweyer und Vivana Hensler an der Gitarre, spielten Karina Hensler und Jonna Keller am Cello, Franziska Keller-Müller an der Geige, Josef Hensler an der Klarinette und Seraina Notter am E-Piano. Die Musik und die passend ausgewählten Lieder berührte alle Herzen, da war keine Sprachbarriere.

Die Feier war sehr emotional, denn nebst den einheimischen Familien waren auch ukrainische Familien dabei. Es wurde leise übersetzt. P. Aaron erzählte aus der Kinderbibel den Ostertext von Maria Magdalena und der Entdeckung des leeren Grabes und erinnerte sich in der kurzen Predigt an die schwierige Coronazeit, in der Menschen wie in einem Grab eingesperrt waren und daraufhin spann den Bogen zu verschiedenen Lebensmomenten, in denen man sich wie in einem Grab fühlt, aus dem man auferstehen kann. Die von den Anwesenden zuvor verfassten Fürbitten lasen die Familienträffmitglieder Markus Keller, Markus Thoma, Veronica Schoenberg und Marcel Winet. Irina Bilyavska las eine Fürbitte für die Menschen aus der Ukraine und der Inhalt war zu erahnen. Alle waren froh, dass trotz der ausgeblasenen Osterkerzchen kein Rauchalarm in der inzwischen sehr warm gewordenen Kapelle ausgelöst wurde.

Während der Osterfiir hatte sich der Osterhase herangepirscht und kleine Osternestchen für alle Kinder verteilt, die nach dem Schlusssegen freudig gesucht werden durften. Ein grosses Spaghettibuffet stand bereit und der Speisesaal des Hotel Allegro war bis auf den letzten Platz besetzt. Um acht Uhr trugen Kinder und Erwachsene das Kreuz der Hoffnung zur Jugendkirche unter die Arkade.

Als Schlusspunkt wartete das Dessertbuffet, das aus selbst kreierten Süssigkeiten der Familien und einem grosszügigen Zeichen des Hotels Allegro bestand – herzlichen Dank dafür. Es ist Ostern geworden – trotz der schweren Zeit vieler anwesenden Menschen. Glaube trägt, stärkt die Gemeinschaft, auch wenn man sich erst fremd ist. Und der Glaube an die Auferstehung schenkt den Menschen Hoffnung.



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