Im Schweden der Schweiz auf Firmreise

Die aktuelle Situation stellte die Pläne der Einsiedler Firmandinnen und Firmanden für ihre Firmreise auf den Kopf. Trotz allem schaffte man es, kurzfristig eine unvergessliche Firmreise zu organisieren.

Von Lea Kälin, Firmandin

Auf dem Firmweg der Pfarrei Einsiedeln standen verschiedene Module zur Auswahl. Am Start im Herbst 2020 war die Ausgangslage noch ganz anders als heute. Damals wurde neben einem abenteuerlustigen Firmweg, auch ein kompakter, ein kreativer, ein gemeinschaftsorientierter und sozial ausgerichteter Firmweg angeboten. Auf dem abenteuerlustigen Firmweg sollte man mehrere Tage gemeinsam unterwegs sein und dabei Erfahrungen reflektieren und sie auf das Leben und den Glauben anwenden. Ziel war es, sich selber, seine Grenzen und Möglichkeiten zu entdecken – im Leben und im Glauben. Pater Aaron plante dies in Schweden zu tun. Nicht irgendwo in Schweden, sondern mit der Einsiedler Familie Max und Yasmine Hensler, welche vor einigen Jahren ausgewandert ist und am Polarkreis eine Lodge mit Camping übernommen haben. Doch alles kam anders als geplant.

Spontanes Programm begeisterte

Die Firmreise mit dem Jahrgang 2003 war spontan und vielleicht etwas chaotisch. Leider hat auch uns die Coronasituation eingeschränkt. Unsere Flüge wurden kurzfristig gecancelt. Innerhalb von zehn Tagen musste Pater Aaron für uns noch eine Unterkunft in St. Moritz auftreiben. Dank guter Beziehungen des Firmleiters fanden wir Unterschlupf in der Jugendherberge. Das Programm wurde spontan organisiert, aber es war der Hammer! Für uns Jugendliche war es nur schon wertvoll, gemeinsam Zeit verbringen zu können. Gespannt waren wir, was Pater Aaron für uns vorbereitet hatte.
Während der langen Zugfahrt von Einsiedeln nach St. Moritz konnten bereits Freundschaften geschlossen werden oder man freute sich auch auf das Wiedersehen von alten Bekannten. Für einige von uns war es auch fast eine Klassenfahrt, da wir uns aus der Schule bereits bestens kannten.
Direkt nach unserer Ankunft in St. Moritz und dem Bezug der Jugendherberge, stand Schlitteln auf der legendären Strecke von Muottas Muragl an. Bei herrlichem Sonnenschein machten wir mehrere Talfahrten und gingen an unsere Grenzen. Am Rande der Spassaktivitäten standen verschiedenen Themenblöcke auf dem Programm. Am ersten Abend diskutierten wir über das Thema des Heiligen Geistes und die Funktion unserer Paten.

Jesus’ Gipfelerlebnisse

Am nächsten Tag war bereits früh Tagwache. Skifahren auf Corviglia stand auf dem Programm. Die Nichtskifahrer machten sich etwas später gemütlich auf den Weg zum Piz Nair. Dort auf 3057 Meter Höhe haben wir uns zum Mittag getroffen und die herrliche Aussicht genossen. In einem Kurzinput sprach Pater Aaron auf dieser Bergspitze über Gipfelerlebnisse von Jesus. Jesus war auch in den übrigen Themeneinheiten das Thema an diesem Tag.
Zum Abschluss des Tages machten wir uns auf und zündeten unsere Fackeln an. Am Dorfrand von St. Moritz liefen wir Richtung Silvaplana. Bei der ehemaligen Olympiaschanze wartete Hubert Halter vom Hotel Waldhaus in Sils-Maria auf uns und überraschte uns mit einer feinen und willkommenen warmen Zwischenverpflegung.

Sterben und Tod

Der Donnerstag fing gemütlich an. Am Morgen gab es eine Arbeitseinheit über das Thema Sterben und Tod. Diese stimmte uns alle nachdenklich und löste gute Diskussionen aus. Am Nachmittag waren wir wieder fröhlich und gut gelaunt unterwegs. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus nach Pontresina. Nachdem uns zwei Bergsteiger im Dorf auf unser Abenteuer in der Schlucht vorbereitet hatten, waren wir bereit für das zweistündige Eiscanyoning. Einige von uns mussten sich für diese Aktion etwas überwinden und gingen an ihre Grenzen. Doch die professionelle Leitung, der gute Teamgeist und der Nervenkitzel liessen auch dieses Schluchterlebnis unvergesslich werden.
Unvergesslich bleibt auch das Essen an diesem Abend. Da uns der Menüplan nicht besonders sympathisch war, entschieden wir uns, Pizzas zu bestellen. Damit wir diese nicht in der eisigen Kälte essen mussten, schmuggelte diese (11 Pizzas) Pater Aaron für uns in den Speisesaal…
Das Musikvideo der Stiftsschule des Klosters Einsiedeln zum Jerusalema-Song war auch in der Herberge nicht unbekannt. Auf Wunsch des Hosteldirektors führte unsere Gruppe die Choreo zu diesem Song in der Eingangshalle zur Freude vieler Gäste auf. Mit interessanten und auch tiefsinnigen Gesprächen schlossen wir den letzten gemeinsamen Abend ab.

Kutschenfahrt und Schlussimpuls

Am Abreisetag brachen wir früh morgens mit dem Bus Richtung Sils-Maria auf. Spontan entschieden wir uns dort eine Kutsche zu besteigen, welche uns ins Fextal bringen sollte.
Beim anschliessenden Spaziergang machten wir uns zuerst in Stille und dann in Kleingruppen Gedanken über Gottesbilder. Nach dem Schlussimpuls von Pater Aaron wanderten wir zurück ins Tal. Bei einer Lichtung im Wald, unweit vom Hotel Waldhaus, warteten Maria und Felix Dietrich von der Direktion dieses Hauses zusammen mit der ehemaligen Stiftsschülerin und Mitarbeiterin Lilly Gygax auf uns und verwöhnten uns mit feinen Köstlichkeiten aus der Hotelküche.
Müde, aber auch dankbar bestiegen wir am späteren Nachmittag den Zug in St. Moritz und brachen nach Hause auf! Es waren sehr aufregende, aber auch schöne Tage in den Schweizer Alpen. 



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