Firmung

Nicht nur die Firmung 2020 sondern auch die Vorbereitung dazu stand unter ganz anderem Vorzeichen als üblich. Während des Lockdowns lief einiges an Vorbereitung digital via Handy und Computer. – Und trotzdem erlebten die Firmanden und Firmandinnen mit ihren Göttis am vergangenen Samstag ein schönes und würdiges Firmfest. Coronabedingt waren Eltern und Angehörige nicht zur Feier zugelassen. 52 junge Menschen aus dem Bezirk Einsiedeln durften von Abt Urban und Pater Basil das Firmsakrament empfangen. In der Firmung wird der junge Mensch durch die Kraft des Heiligen Geistes gestärkt.

Pünktlich um neun Uhr zogen die Firmanden mit ihren Firmpaten und Firmpatinnen, den beiden Firmspendern Abt Urban und Pater Basil sowie mit Diakon Steffen Michel und den beiden Ministranten durch den Mittelgang der Jugendkirche. Die Kirche wunderbar geschmückt, vorne rechts die schön und mit Sorgfalt dekorierte Wurzel, passend zum heutigen Thema. Der Einzug geschah diesmal nicht mit der Jugendmusik aber mit Schwyzerörgeli-Klängen gespielt von Firmand Florian Stäuble, seinem Firmpaten Laurent Girard und seinem Vater Olivier Stäuble. Firmling Lukas Kälin begrüsste seine Kolleginnen und Kollegen, die beiden Firmspender und alle Anwesenden zu dieser Firmfeier. Es habe einige Zeit gedauert bis es schlussendlich soweit war. Gian-Luca Fuchs, ein weiterer Firmand las aus dem Buch Jesaia. Hier wird beschrieben, wie Wolf und Lamm friedlich beieinander wohnen, der Leopard beim Ziegenböckchen liegt und Kälber, Rinder und junge Löwen zusammen weiden. – Nach einer musikalischen Zwischeneinlage hörten die Kirchgänger das Evangelium nach Johannes. Auch hier wird vom Lamm Gottes gesprochen, das die Sünde der Welt hinwegnimmt und von Johannes, wie er bezeugte, dass der Geist vom Himmel herabkam und auf Jesus blieb.

Verwurzelt in Christus
In seiner Predigt erwähnte Abt Urban, dass diese Firmung auch für ihn speziell sei. Alle Anwesenden auf Distanz und mit Gesichtsmaske, keine Ahnung wer dahinter steckt. So sei wenigstens die Musik von Adeline Marty, Laurent Girard und Vater und Sohn Stäuble, die die Distanz überwinde. Heute gelte es aber noch eine andere Distanz zu überwinden. Häufig gelingt dies mit Tiernamen. Ist man empört, so brauche man Ausdrücke wie «Ratte, Schwein, Mondkalb oder Hornochs», die wirklich einfahren. Im Zentrum der heutigen Firmung sei aber der Heilige Geist. Was stellen wir uns nun aber unter Geist vor? Leider oft etwas Schwaches, wie Geisterspiele, geistlose Atmosphäre und mehr. Die Firmung möchte aber begeistern und ein starkes Zeichen setzen. Wenn wir den Frieden möchten, müsse dies in uns beginnen. «Firmare heisse stärken» und zwar mit dem starken Geist von Jesus. Mit mehr Solidarität einander beistehen. Im Mittelpunkt unseres Lebens sei zwar das Kreuz. Eigentlich ein Mordinstrument. Doch mache der Geist aus diesem schwachen Zeichen ein starkes. So sei das diesjährigen Firmmotto «Verwurzelt in Christus» auch gemeint.

Nach der Erneuerung des Taufbekenntnises traten die Firmanden nach vorne, wo ihnen Abt Urban und Pater Basil die Firmung spendeten. Das Handauflegen von Götti und Gotte, ein äusseres Zeichen, dass man zu Gott gehöre. Der etwas dauernde Firmakt begleitete Adeline Marty mit schöner Instrumentalmusik. Die Fürbitten vorgetragen von Firmanden und Firmbegleitern nahmen die verschiedenen Gaben des Heiligen Geistes wie Einsicht, Weisheit, Erkenntnis nochmals auf. Vor der Austeilung der Kommunion wiederholte Abt Urban: «Seht das Lamm Gottes als starkes Zeichen und nicht wie ein Lämmli, das nichts zu sagen hat.»

Zum Schluss der diesjährigen, verspäteten Firmfeier dankte Firmandin Filipa Carvalho allen, die zum Gelingen beigetragen haben, so den Musizierenden, Abt Urban und Pater Basil für das Spenden des Firmsakraments und nicht zuletzt den Firmverantwortlichen Gudrun Goebel, Ruth Hartgens, Michael Limp, Vera Tonazzi, Steffen Michel und Pater Aaron für ihre Begleitung im vergangenen Jahr. Die Firmung 2020 war zwar etwas bescheidener als üblich, nicht aber weniger einfühlsam und feierlich. Wegen der Corona-Schutzbestimmungen gab es keinen gemeinsamen Apéro, aber bestimmt eine schöne, unvergessliche Feier im Familienkreis.



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