Gruppenabend der Firmanden

Tod und Sterben, was hat denn das mit jungen Leuten zu tun? Stehen sie doch erst am Anfang ihres Lebens und haben sicher «Besseres» zu tun als sich mit diesem eher bedrückenden Thema auseinanderzusetzen. Trotzdem ein wichtiges Thema, kann es doch zu jeder Zeit jeden von uns treffen. Sei es mit dem eigenen Tod oder dem Verlust eines lieben Menschen.

Am Anfang des Abends stand die Befindlichkeitsrunde mit dem Gruppenschirm, auf welchen die Firmanden persönliche Gebete schrieben, symbolisch für: «Gott lässt dich nicht im Regen stehen.»

Mit dem Kurzfilm «Schneckentraum» führten die Firmbegleiter die Jugendlichen in dieses sensible Thema Tod, Verlust und Sterben ein. Der Film handelt von zwei jungen Menschen, Julia und Oliver, welche sich ineinander verlieben. Julia getraut sich jedoch nicht, ihn anzusprechen. Als sie schliesslich all ihren Mut zusammennimmt, um ihn auf einen Kaffee einzuladen, erfährt Julia, dass Oliver bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Zuhause entdeckt sie die geheimen Botschaften, in den bei Oliver gekauften Büchern, in welche er hineingeschrieben hatte, dass er dasselbe für sie empfinde wie sie für ihn.

Im Anschluss an den Film diskutierten die Firmanden angeregt, welche Gefühle dieser Film bei ihnen auslöste? Wie sie die jungen Leute erlebten? Auf die Frage, ob sie selber im näheren Familien-Freundeskreis schon Tod und Verlust erlebt hätten, kamen bewegende Geschichten und Erfahrungen zum Vorschein. Wie wichtig es in solchen Momenten aber auch sei, liebe, tröstende Menschen um sich zu haben.

Wie sieht es denn mit dem eigenen Tod aus? Zu dieser Frage wurden die jungen Erwachsenen aufgefordert, sich Gedanken zu machen, was würde ich tun, wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte? Welche Gefühle kommen bei mir auf, wenn ich an den Tod denke? Logischerweise lauteten die meisten Antworten der fast Achtzehnjährigen: noch einmal so richtig feiern, den letzten Tag geniessen, sich mit Freunden treffen.

Interessiert wurde darüber diskutiert, was kommt denn nach dem Tod? «Wiedergeburt, gar nichts, irgendwie geht es schon weiter, etc.» dies nur ein paar Gedanken der Firmanden. Niemand weiss es, und doch hoffen und glauben die meisten von uns, dass wir mit Gott und unseren lieben Verstorbenen in Ewigkeit weiterleben können. Diesen Ort kann man Himmel nennen.

In einer stimmigen Atmosphäre schrieben die Jugendlichen auf fünf Karten je einen Namen von Menschen, welche ihnen wichtig sind. Zum Teil erschraken die Firmanden sehr, als die Firmbegleiter jedem eine Karte wegnahm und diese auf das schwarze Tuch mit der Grabkerze legte. Einige erzählten was sie im Moment als ihnen eine Karte weggenommen wurde fühlten und was sie trösten könnte, falls eine liebe Person in ihrem Umkreis sterben würde. Symbolisch wurden die Karten vom schwarzen Tuch auf ein gelbes, mit der Osterkerze gelegt und mit einer Kerze erhellt. Dies zum Gedenken an alle Verstorbenen, dass sie bei Gott ein Zuhause gefunden haben und nie vergessen werden.

Zum Abschluss des emotionalen Gruppenabends wurden die Firmanden eingeladen einen Dank oder eine Bitte für etwas oder jemanden auszusprechen, welcher für sie gerade wichtig ist.

Kath. Pfarramt
Kloster
8840 Einsiedeln
055 418 62 11
E-Mail
Top