Firmreise nach Holland

Vom 30. April bis 5. Mai luden die beiden Firmleiter Pater Aaron Brunner und Cornelia Pichler Ganz uns zu einer Segeltour nach Holland ein. Der Einladung folgten 30 Jugendliche. Die Einsiedler Firmanden Talin Wolff und Manuel Baumann geben einen Einblick in dieses Abenteuer.

Eine Segelreise beinhaltet nicht nur Sonne und Meer, sondern auch Wind, Wellen und Regen. Solche Hindernisse müssen gemeinsam bewältigt werden, um schliesslich an einen sicheren Hafen zu gelangen. Auch darum geht es in der Firmung: gemeinsam Schwierigkeiten zu meistern. Nicht nur das Wetter auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden musste überwunden werden, sondern auch das Leben mit über 30 Personen auf engstem Raum gab es zu bewältigen, denn bei sehr engen Kabinen und nur wenigen Duschen ging nichts ohne Absprachen und ohne Rücksichtsnahmen.

Nach einer tagelangen Fahrt mit dem Car quer durch die EU sind wir am Sonntagabend in Lemmer angekommen und haben bei einem gemeinsamen Abendessen auf die bevorstehenden Tage angestossen. Am nächsten Morgen haben wir erstmals die Segel gesetzt und sind in See gestochen. Wegen zu wenig Wind war die Reise zur nördlichen Insel Texel leider nicht möglich. So mussten wir unser gestecktes Ziel anpassen und mit Regen und wenig Wind den Zielhafen Medenblik anpeilen. Da wir früher als geplant ankamen, entschieden wir uns spontan dafür, das kleine Fischerdorf zu besichtigen und erste Souvenirs zu einzukaufen. Spontan musste man ohnehin sein, denn aufgrund des wechselnden Wetters musste jeweils Tag für Tag neu entschieden werden, wohin die Reise weiter ging. Am Abend haben wir das erste Mal an Bord gekocht. Die Mahlzeiten, welche jeweils von verschiedenen, freiwilligen Gruppen zubereitet wurden, waren einfach, aber lecker. Der Tag war nach dem Nachtessen jedoch noch lange nicht beendet, denn meist wurde auf dem Schiff noch bis spät in die Nacht Karten gespielt und die Gemeinschaft bei einem kalten Hollandbier genossen.

Am Dienstag war der Wind etwas stärker, so dass wir ohne Probleme Makkum ansteuern konnten. Am Ende dieser Tagesreise musste das Schiff auf Vordermann gebracht werden. Aufgeteilt in verschiedene Gruppen wurde an Deck wie auch im Innern des Schiffes Hand angelegt und alles gereinigt. In Gruppen wurden auch andere tägliche Aufgaben wie Einkaufen absolviert. Am nächsten Tag konnten wir wieder in See stechen und nach Westen segeln, nach Enkhuizen. Die Überfahrt quer durch das Ijsselmeer verlief ruhig und ohne Probleme. Sobald die Segel verpackt und das Deck aufgeräumt war, stürzten wir uns in unsere Edelweisshemden. Der Abend stand ganz im Zeichen der Schweiz. Mit einem Schweizerquiz und anschließenden feinen "Älplermagronen" fand der Tag einen würdigen und schönen Abschluss. Passend zum Tagesmotto konnten wir am Abend noch unser Geburtstagskind Jan gebührend feiern. Ermüdet haben wir uns am letzten Tag noch einmal aufgemacht, um zurück nach Lemmer zu segeln. Ein letztes Mal wurden die Segel gesetzt und so sind wir mit viel Wellengang und starkem Regen dann gut im Stammhafen der Dageraad angekommen. Mit über 10 Knoten und massiver Schräglage konnten wir zum Abschluss noch so richtig erleben, wie die das Meer heimtückisch und unberechenbar sein kann.

Müde und etwas durchgefroren, jedoch bei guter Laune, erreichten wir das Ziel. Bei einem letzten Abendessen mit der ganzen Firmengruppe und der Schiffscrew konnten wir noch einmal die Gemeinschaft geniessen. Freitagmorgen fuhren wir erschöpft und auch ein wenig traurig nach Hause, denn trotz einigen Konflikten entstand eine starke Bindung innerhalb der Gruppe. Die Segelreise in Holland war eine faszinierende und schöne Erfahrung, welche niemand von uns so schnell vergessen wird.

Herzlichen Dank an die beiden Firmleiter Pater Aaron und Cornelia Pichler Ganz für dieses tolle und bereichernde Erlebnis.

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