Firmweg 18+

Letzter Gruppenabend und Versöhnungsfeier in einer Woche

Es braucht definitiv Vertrauen, sich in ein Netz fallen zu lassen, das einzig von einem langen Seil gebildet wird, welches kreuz und quer gespannt und jeweils von einer Gruppe 18-jähriger Firmanden mit den Händen gehalten wird.

So erlebten die Jugendlichen des Bezirks Einsiedeln in der vergangenen Woche in ihren Gruppen symbolisch den Einstieg ins Thema des letzten Vorbereitungsabends: Jesus Christus, sein Leben und sein Wirken unter uns. Mit dem Bezug zum eigenen Leben und zum persönlichen Umfeld und der Reflektion über die individuelle Rolle in verschiedenen sozialen Netzen wurde die Verbindung dazu hergestellt. Dass dieses Leben aus Alltag, aus Momenten der Freude und des Feierns, aber auch aus Zeiten der Enttäuschungen und der Trauer, ja sogar der Katastrophen und der Phasen des Nichtweiterwissens besteht, wurde mittels treffender Begriffe und mit praktischen Übungen bewusst gemacht.

Auch Jesus war ein Mensch, der alle Facetten des Lebens durchgemacht hatte und dies innerhalb von sieben Tagen, in der Karwoche. Diese intensive Zeit und deren chronologischer Ablauf wurden für die jungen Teilnehmer visualisiert und so der Bezug zu Jesus erleichtert und die Botschaft verständlich herübergebracht. In einer Art Gleichnis wurde den Firmanden aufgezeigt, dass nach einer absoluten Katastrophe wie jener des Karfreitags und der eigentlichen darauffolgenden Leere des Karsamstags Ostern, sprich Auferstehung, Hoffnung und Erlösung folge. Gott begleite und trage uns, auch in den Stürmen unseres Lebens.

So steht denn auch der Firmpate stellvertretend, jedoch nicht nur bildlich sondern ganz konkret, hinter dem Firmanden und er will ihm diese Unterstützung und sein Vertrauen in ihn mit der Hand auf seiner Schulter bekräftigen. Dass dem Firmpaten oder der Firmpatin im Leben des Firmanden und der Gemeinschaft damit fortan eine wichtige Rolle zukommt, wird auch der letzte Halt auf der Reise, der vor dem eigentlichen Höhepunkt am 10. Juni eingelegt werden wird, zeigen: der Patenmorgen mit Abt Urban am 20. Mai.

Ebenfalls viel Symbolgehalt hatte die Versöhnungsfeier, zu welcher die gut 60 Firmanden am letzten Sonntagabend geladen waren. In einem Sternmarsch von verschiedenen Einsiedler Brunnen aus, wo die Jugendlichen eine Flasche mit Wasser gefüllt hatten, ging es Richtung Jugendkirche. Zuvor wurden ihnen bei diesem speziellen Auftakt von ihren Firmbegleiterinnen und -begleitern Inputs zum eigentlichen Thema gegeben: Welches sind unsere Quellen des Lebens? Quellen können auch versiegen oder verstopft sein. Die Fastenzeit, in der wir momentan weilen, möchte uns daran erinnern, dass wir uns für die Quellen in unserem Leben Zeit einplanen müssen.

Diese Thematik zog sich denn mit zahlreichen Beispielen unterschiedlicher Art auch durch die von Pater Aaron und Cornelia Pichler Ganz gestaltete Feier. Umrahmt wurde dieser besinnliche Gottesdienst gesanglich und musikalisch von Pia und Paula Bachmann, und zum Abschluss wurden die Jugendlichen mit einem bemerkenswerten, die Thematik auf den Punkt gebrachten Segen aus Irland verabschiedet.

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