Ein Thema, das Sensibilität erfordert

Es sind wohl die herausforderndsten, gewiss aber auch die intensivsten und emotionalsten Gruppenabende auf dem Einsiedler Firmvorbereitungsweg, jene zum Thema Sterben und Tod. "Wir alle werden früher oder später damit konfrontiert, und der Tod kann einen ganz unvermittelt einen Strich durch die Rechnung machen und tiefe Furchen in unser Leben zeichnen." So die einleitenden Worte von Pater Aaron Brunner an die Firmbegleiter und –begleiterinnen, welche in einem gemeinsamen Treffen auf diese Abende vorbereitet wurden. Er ist zusammen mit Cornelia Pichler Ganz, der Religionslehrerin der Sekundarstufe, für den Firmweg im Bezirk Einsiedeln verantwortlich, und die beiden führten denn auch souverän, aber ebenso mit Empathie durch diese Vorbereitungsstunden.

Bei den Firmanden können an diesen Abenden aber auch unerwartete Emotionen oder Erinnerungen hervorgerufen werden. Das verlangt von den Firmbegleiterinnen und -begleitern viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität, um ihnen dieses doch eher dunkle Thema zu vermitteln und auch das Positive darin zu sehen und zu versuchen, sie spüren oder erfahren zu lassen, dass sie in solchen Situationen nicht alleine, sondern getragen sind von ihren Mitmenschen oder im christlichen Sinn von Gottes Händen.

Gewiss sind auch theoretisches Wissen und eigene Erfahrungen wichtig, um selber über eine Basis zum Diskutieren mit den Jugendlichen, zum Beantworten ihrer Fragen oder zur Suche nach Erklärungen zu verfügen. Und nicht zuletzt ist wohl das gegenseitige Vertrauen enorm wichtig, um die Firmanden den Abend als bereichernd und hoffentlich nachhaltig erleben zu lassen.

Eingestiegen in dieses herausfordernde Thema wurde mit dem eindrücklichen Kurzfilm "Schneckentraum", in dem es um eine Verlustsituation einer jungen Frau geht. Mit den Impulsen "Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, würde ich …" und "Wenn ich an den Tod denke, dann …" zur gedanklichen Auseinandersetzung tastete man sich danach gemeinsam ans Thema Abschied heran. Ebenso wurde bewusst gemacht, dass unser irdisches Dasein begrenzt und der Tod das einzig Sichere ist. Aber auch, dass im Kreislauf der Natur Leben stirbt und Neues erwacht und dass auch wir durch unseren christlichen Glauben Hoffnung auf ein neues Leben haben können.

Dieser Ausdruck der Hoffnung und des Geheimnisses, das wir Christen Gott nennen, wurde symbolisiert und bekräftigt durch das Licht der Osterkerze und dem ergreifenden Abschluss im nur durch das Ewige Licht und die Kerzen der Firmanden erhellten unteren Chor der Klosterkirche.

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